Der große Schatz der Katholischen Kirche
21. November 2024
Am Donnerstag, den 21. November 2024, nahmen Vertreter unserer Gemeinde in Bamberg an einer Bildungsveranstaltung zum Thema „Die orientalischen katholischen Kirchen“ teil.

Die Veranstaltung fand im Bamberger Erzdiözesanhaus anlässlich des 60. Jahrestages des Dekrets „Orientalium ecclesiarum“ des Zweiten Vatikanischen Konzils statt. Dieses Dokument widmet sich den östlichen katholischen Kirchen, von denen die größte unsere Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche ist.


Zu Beginn begrüßte der Erzbischof von Bamberg, Erzbischof Herwig Gössl, die Teilnehmer, woraufhin angesehene Referenten die historische, theologische, kanonische und ökumenische Perspektive der östlichen katholischen Kirchen im Licht dieses wichtigen Dokuments präsentierten. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion statt, an der neben dem Generalvikar der Erzdiözese Bamberg, Georg Kestel, auch der Vertreter des ökumenischen Patriarchats in Deutschland, Archimandrit Petros Klitsch, und der Theologe Andrij Mychaleyko teilnahmen. Ebenfalls anwesend war der Administrator unserer ukrainischen griechisch-katholischen Personalgemeinde St. Johannes der Täufer in Bamberg, Erzpriester Ivan Sokhan.
Unter anderem dankte der ukrainische Seelsorger den Anwesenden dafür, dass in der Erzdiözese Bamberg die griechisch-katholische Kirche und ihre Gläubigen nicht nur auf deklarative Weise, sondern konkret in ihrer Tradition und Praxis von der lokalen römischen Kirche respektiert und unterstützt werden.
Ein bedeutender praktischer Impuls aus dieser Diskussion war die Notwendigkeit, das Lehrprogramm für den Religionsunterricht in den bayerischen Schulen zu überdenken und zu erweitern. Dies soll der Tatsache Rechnung tragen, dass viele neue Kinder aus der Ukraine oder anderen Ländern zugezogenen sind, die zur griechisch-katholischen, orthodoxen oder einer der anderen orientalischen katholischen Kirchen gehören. Dies wäre auch eine Gelegenheit für die deutschen Kinder und Lehrer, zu erkennen, dass die Katholische Kirche weit mehr ist als die für viele bekannte lateinische Tradition.
Abschließend hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, ein Gebet zur Gottesmutter auf Deutsch im byzantinischen Ritus zu sprechen, begleitet von den Gebetsgesängen der Kollektoren aus Eyshtett. Danach gab es eine Gelegenheit für Gespräche bei einem gemeinsamen Imbiss.
Besonders erfreulich war die zahlreiche Teilnahme der Mitglieder unserer ukrainischen Gemeinde aus Bamberg und Umgebung, die die lebendige Präsenz unserer Kirche bezeugten.



